NABU Samtgemeinde Nenndorf Presse Presseberichte
Fliegende Umweltmessstationen im Land unterwegs
NABU ruft zum Vogelzählen auf: Stunde der Gartenvögel 2012 Es klingt nach Science Fiction, ist aber Alltag: Fliegende Umweltmessstationen zeigen, wie es um die Gesundheit von Natur und Umwelt bestellt ist. “Die besten Umweltmessstationen sind unsere vielen Vogelarten”, teilt der NABU Nenndorf mit . “Ob Rotkehlchen, Hausrotschwanz oder Amsel – wer genau hinschaut, dem zeigen die Vögel, wie es um unsere Umwelt und unser Klima bestellt ist.” Genau hinzuschauen – dazu ruft der Naturschutzbund NABU auf: Vom 11. bis 13. Mai 2012 findet die “Stunde der Gartenvögel” statt. Alle Menschen werden gebeten, in Gärten und Parks eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und an den NABU zu melden. Auf Grundlage der Meldungen können die Experten beim NABU über die Jahre Veränderungen feststellen und erfahren so, wie sich Umweltbedingungen ändern und das Klima sich wandelt. Es wird bereits seit Jahren beobachtet, dass der Klimawandel sich massiv auf die Vogelwelt auswirkt, berichtet der NABU in der Pressemitteilung weiter. “Klassische Zugvogelarten wie Kiebitz, Singdrossel und Hausrotschwanz überwintern teilweise nicht mehr im Süden, sondern bleiben einfach hier. Arten wie die Feldlerche fliegen später in ihr Winterquartier und die Mehlschwalben kommen heute rund zehn Tage früher aus dem Süden zurück als vor 30 Jahren.” Auch der Zeitpunkt der Brut hat sich bei manchen Arten nach vorne verschoben, beispielsweise beim Hausrotschwanz. Einige flexible Arten profitieren von der Klimaerwärmung, vor allem Vögel, die nicht nach Süden ziehen wie Meisen oder Kleiber. Insgesamt jedoch führt der Klimawandel zu Arten- und Individuenschwund. Nachtigall, Kuckuck, Trauerschnäpper, Bekassine und viele mehr werden mit massiven Problemen zu kämpfen haben, etwa weil ihre Lebensräume sich verändern und die Nahrung knapp wird. “Wichtig ist, dass wir die Veränderungen in der Vogelwelt beobachten, da daraus wichtige Erkenntnisse ermittelt werden können”, sagt “Torben Preuß. Deshalb ruft der NABU alle Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde Nenndorf auf, sich eine Stunde Zeit für die Vögel im Garten zu nehmen und die Beobachtungen zu melden. Die Ergebnisse werden zentral erfasst und ausgewertet. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die Folgen des Klimawandels besser zu verstehen. Teilnehmer können auch in diesem Jahr zahlreiche Preise zu gewinnen. Zählkarten liegen ab sofort im Bürgerbüro der Stadt Bad Nenndorf zum abholen bereit.Volkszählung am Futterhäuschen
NABU ruft auf zur „Stunde der Wintervögel“ vom 6. bis 8. Januar 2012 Vom 6. bis 8. Januar findet zum zweiten Mal deutschlandweit die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. Die Naturschützer wollen aus den Beobachtungen neue Erkenntnisse über schleichende Veränderungen in der Vogelwelt ziehen und darauf notwendige Schutzstrategien aufbauen. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Kohl- und Blaumeise, Haussperling oder Star. Wo kommen sie vor? Wo sind sie häufig und wo selten geworden? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel aus? Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Bereits bei ihrer ersten Auflage 2011 war die „Stunde der Wintervögel“ mit 85.000 Teilnehmern und rund 2,6 Millionen gemeldeten Vögeln die größte naturkundliche Mitmachaktion in Deutschland. Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Weitere Infos sowie Porträts der häufigsten Arten stehen online zur Verfügung. Auch die Auswertung der Meldungen ist im Internet live zu verfolgen. Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Art die höchste Zahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr geschaltet: 0800-1157-115) oder einfach im Internet unter NABU Stunde der Wintervögel gemeldet werden. Zählkarten liegen ab sofort im Bürgerbüro der Stadt Bad Nenndorf und im Haus Kassel bereit. Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Preise verlost.NABU gegen Artenschwund und unnötigen Flächenverbrauch
Der Mensch braucht sauberes Trinkwasser, reine Luft, gesunde Nahrung, gutes Klima und eine lebenswerte Umwelt. “Wenn wir die Natur schützen, dann schützen wir uns selbst”, sagt Torben Preuß von der NABU-Gruppe der Samtgemeinde Nenndorf. “Denn eine intakte Natur sichert unsere Lebensqualität. Wir können uns an ihr erfreuen, in ihr Ruhe finden, Energien tanken und von ihr lernen.”Dieses Naturbekenntnis wird zunehmend wichtiger, denn die Roten Listen gefährdeter Tier- und Pflanzenarten werden immer länger. In Deutschland gelten heute schon die Hälfte der 668 natürlich vorkommenden Wirbeltierarten wie zum Beispiel der Feldhase als gefährdet. “Viele Arten dienen als Indikatoren für eine intakte Umwelt. Wo keine Pflanze mehr wächst und kein Säugetier sich mehr wohl fühlt, kann auch der Mensch nicht gesund leben”, findet Preuß. Ein Grund für den Artenverlust ist der schwindende Lebensraum. Trotz zahlreicher Naturschutzbemühungen werden in Deutschland pro Tag 129 Hektar Boden zugebaut, natürlicher Lebensraum zerstört. Die Anzahl an Straßen, Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen steigt mit den Ansprüchen der Menschen an ihre Umwelt. Fast zwölf Prozent der Gesamtfläche Deutschlands besteht heute aus Siedlungen und Straßen. In Ballungsräumen hat der Flächenverbrauch zu einer Verschmelzung ehemals getrennter Gemeinden geführt. Der Verlust an offener Landschaft außerhalb menschlicher Siedlungen war in den vergangenen 50 Jahren so groß wie niemals zuvor. In den Städten können nur wenige Pflanzen und Tiere leben. Die meisten brauchen natürliche, zusammenhängende Lebensräume, in denen sie ungestört sind. Dies sind Naturschutzgebiete und artenreiche Kulturlandschaften. Auch landwirtschaftliche Flächen bieten bei einer umweltverträglichen Nutzung verschiedenen Tieren und Pflanzen wie dem Feldhasen und Ackerwildkräutern ein Zuhause. Gegen den Artenschwund, die Zerstörung und Zerstückelung von Landschaften fordert der NABU einen geringeren Flächenverbrauch für Wohnflächen, Verkehrswege und Industrie. Zwischen Siedlungen und unbebauter Landschaft müssen klare Grenzen existieren. Wenn Menschen die unberührte Natur zum Erholen und Genießen aufsuchen, anstatt sie zuzubauen, dann werden irgendwann die Roten Listen vielleicht auch wieder kürzer. Und unsere Umwelt wieder etwas lebenswerter und gesünder.
Gerade das Baugebiet „Am Buchenhain“ zeigt das Artenschutz in Bad Nenndorf nicht viel bedeutet. In dem Buchenwäldchen nistet eine große Gruppe an Saatkrähen. Die Rabenvögel stehen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten - und sind deshalb geschützt. Dennoch plant die Verwaltung und der Rat hier ein Fachmarktzentrum in direkter Nähe. Sie sind intelligent und leben in großen Kolonien. Gerade das aber macht die Saatkrähen unbeliebt. Vor allem ihr heiseres Geschrei und die Hinterlassenschaften ihrer Verdauung stören viele Menschen, jedoch gerade das Wäldchen an der B65 und der A2 ist „soweit vom Schuss“, dass sich bisher niemand daran gestört hat und die Tiere ungestört dort nisten konnten. Sollten die Tiere dort nun gestört werden, ist es gut möglich dass sich die Kolonie in der Stadt und eventuell im Kurpark ansiedelt. Das sollte bedacht werden, bei all den Planungen.
"Gerade durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und Verlust von Lebensraum ist das Nahrungsangebot auf dem Land zurückgegangen", sagt Preuß. Die Städte seien heute interessanter für sie, vor allem wegen des sorglosen Umgangs mit Müll.
SPD-Fraktion unterstützt den Fledermausschutz
Die NABU Gruppe der Samtgemeinde freut sich über die Spende von zwei Fledermaushöhlen im Wert von über 100 Euro der SPD-Fraktion der Stadt Bad Nenndorf. „Auch wir möchten den Fledermausschutz in unserer Stadt unterstützen“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD Volker Busse. Auch heute sind diese Tiere immer noch bedroht und teilweise an manchen Orten bereits verschwunden. Gerade bei dieser Tierart, die seit über 74 Jahren gesetzlich geschützt ist, wird deutlich, dass der bloße Schutz keine Auswirkung hat wenn nicht gezielte, großflächige Schutzkonzepte und -Gebiete, gestartet und umgesetzt werden. „Der Naturschutz im Kleinen ist nötiger denn je“, so T.Preuß. Fledermäuse spielen im Naturhaushalt eine äußerst wichtige Rolle. Neben Vögeln und Spinnen zählen Fledermäuse zu den wichtigsten Insektenvertilgern. Weit über 55 Millionen Jahre gibt es Fledermäuse auf der Erde. Fossile Funde von Fledermäusen lassen vermuten, dass sich die Tiere schon kurz nach dem Aussterben der Saurier durch Echoortung orientiert und aktiv fliegen konnten. Fledermäuse sind die einzigen aktiv fliegenden Säugetiere. Da Fledermäuse ein einmal besiedeltes Quartier, auch in den Folgejahren nutzen, hofft der erste Vorsitzende, dass im Frühjahr der Fledermausflachkasten von den Tieren angenommen wird. „Gerade in der heutigen Zeit sind solch künstlichen Höhlen wichtig, da natürliche Hohlräume in alten Bäumen rar werden und durch die Sanierung von alten Häusern und die energiesparende Bauweise der neuen Häuser keine Einflugmöglichkeiten und Schlupfwinkel mehr für die gefährdeten Tiere bieten“, so T. Preuß.
Torben Preuß zeigt Volker Busse einen Fledermauskasten, der für die Spende angeschafft wurde.
Jahresversammlung des NABU SG Nenndorf
Bad Nenndorf, den 17.12.2010Die Jahreshauptversammlung des NABU SG Nenndorf bot dem Vorsitzenden Torben Preuß die Möglichkeit, langjährige Mitglieder zu ehren. Für ihre 30jährige Mitgliedschaft wurde Reinhard Seegers von Bargen, Wilhelm Schröder und in Abwesenheit Klaus-Dieter Salzbrunn, Konrad Scheibe, Werner Frömberg und für 20 Jahre Horst Schlüter geehrt. Neben einer Treueurkunde und Treuenadel erhielten die geehrten einen Nistkasten für den Vogel des Jahres 2011 den Gartenrotschwanz für den eigenen Garten.
Zu den Aktivitäten im Jahr 2010 des NABU SG Nenndorf, welcher am 04.02.2010 wiederbelebt wurde, war Weiden schneiteln, eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der alten Baumbestände im Kurpark, Gründung einer Kindergruppe, Teilnahme am Deistertag, anbringen von Nistkästen am Erlengrund mit der Kindergruppe, Teilnahme an der Stunde der Gartenvögel, anbringen von Fledermauskästen am Erlengrund, Teilnahme an der Demo gegen den Castortransport am Haster Bahnhof, errichten eines Winterquartiers für Fledermäuse in der Densinghäuser Quelle, Teilnahme an der Landesvertreterversammlung in Rinteln, Wesser Werbung in der Samtgemeinde, Aufstellen eines neuen Schaukasten, Vortrag während der Übernachtungskation in der Buchhandlung Borchers, Teilnahme bei der Stunde der Wintervögel und der Versuch eines Bürgerbegehrens für den Erhalt der drei Blutbuchen auf dem Baugebiet „Westlicher Kurpark“ durch eine Unterschriftensammlung.
Des Weiteren wurde eine neue Satzung von den anwesenden Mitgliedern einstimmig angenommen und verabschiedet. Für 2011 hat die Gruppe als Aufgabe die Errichtung und die Pflege einer Streuobstwiese, errichten weiterer Fledermausquartiere und weitere diverse Arten und Naturschutzprojekte.
Mit freundlichem Gruß
Torben Preuß
R.Seegers von Bargen und T.Preuß bei der Ehrung für 30 Jahre Mitgliedschaft.



